Armut und Gesundheit 2017: Die medico-Panels

"Wer zahlt die Rechnung? Neue Wege zu einer solidarischen Gesundheitsfinanzierung" und "Das 1x1 der globalen Gesundheitspolitik – wie kann Gesundheit gesamtgesellschaftlich gedacht und gestaltet werden?"

Donnerstag, 16.3.2017 - 14.15-15.45 Uhr, Raum H0110

Wer zahlt die Rechnung? Neue Wege zu einer solidarischen Gesundheitsfinanzierung

Was hat der Handel mit Rohstoffen, die Erhebung von Steuern und internationale Handelsverträge mit der Lage der globalen Gesundheit zu tun? Dazu wird uns Dr. Rene Loewenson, Direktorin vom Training and Research Support Centre in Simbabwe und Koordinatorin von EQUINET, dem Netzwerk für Zugangsgerechtigkeit im Gesundheitswesen, in dem Gesundheitsfachleute aus 16 Ländern des südlichen und östlichen Afrika mitarbeiten, auf dem diesjährigen Armut & Gesundheit Kongress im Gespräch mit Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international, Auskunft geben.

Zugangsgerechtigkeit lautet das Zauberwort, wenn es um die Frage geht, wie ein solidarisch und gerecht finanziertes Gesundheitssystem aussehen sollte. Was verbirgt sich hinter dem Begriff und wie können Mittel zur Finanzierung von Gesundheit gewonnen oder zurück erobert werden, zum Beispiel durch progressive Besteuerung von Vermögen und hohen Einkommen, den Erlösen aus dem Rohstoffsektor und weiteren Maßnahmen gesellschaftlicher Umverteilung?

Gemeinsam möchten wir darüber debattieren, wie die krankmachende und tödliche Ungleichheit in der weltweiten Gesundheitsversorgung verändert werden kann und durch welche Maßnahmen gesellschaftlicher Umverteilung ein solidarisches Gesundheitssystem finanziert könnte.

Moderation: Anne Jung, medico international, Frankfurt am Main

Die Veranstaltung wird simultan übersetzt (deutsch-englisch).

Infos und Anmeldung bei www.armut-und-gesundheit.de

 

Freitag, 17.3.2017 - 9.00-10.30 Uhr

Das Einmaleins der globalen Gesundheitspolitik – wie kann Gesundheit gesamtgesellschaftlich gedacht und gestaltet werden?

In der globalisierten Welt sind die wesentlichen Einflussfaktoren für Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen nicht mehr allein auf nationaler Ebene steuer- und beeinflussbar.

Der Erhalt und der Schutz öffentlicher und solidarischer Gesundheitssysteme, der Kampf gegen gesundheitsgefährdende Arbeits-, Lebens- und Umweltbedingungen und Strategien für  mehr  soziale  Gerechtigkeit  und  Demokratie  gehören  zu den sozialen und politischen Bedingungen von Gesundheit.

Mit dem Fachforum bietet die Deutsche Plattform für Globale Gesundheit (DPGG) eine Einführung in die grundlegenden Fragen und Probleme der Gesundheitspolitik an. Das Format soll elementare Begriffe und Konzepte der globalen Gesundheitspolitik darstellen und eine Orientierung über die komplexen Anforderungen und Verflechtungen der nationalen und globalen Gesundheitspolitik bieten. Darüber hinaus soll anhand des theoretischen Inputs aktuelle Thematiken im Bereich globale Gesundheitspolitik mit Teilnehmenden diskutiert werden.

Impulsvorträge zu

  • den Auswirkungen von Freihandel auf die Gesundheit (Anne Jung, Gesundheitsreferentin medico international)
  • der Migration von Gesundheitsfachkräften (Reiner Siebert, Projekt InCoach) und
  • den Ursachen für hohe Medikamentepreise (Dr. Johanna Offe, Ärzte der Welt e.V.)

Alle Veranstaltungen der Deutschen Plattform für Globale Gesundheit auf dem Kongress Armut und Gesunheit

Infos und Anmeldung bei www.armut-und-gesundheit.de

 

 

16.03. - 17.03.2017 Berlin
TU Berlin
Berlin

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