Neoliberalismus oder Demokratie

Unsere Kooperationen in Chile

Dem Militärputsch gegen die Regierung Allende von 1973 folgte die brutale Unterdrückung und Verfolgung der Opposition. Seit Mitte der 1980er Jahre, also noch unter dem Pinochet-Regime, unterstützt medico die Menschenrechtsarbeit unserer Partnerorganisation CODEPU zur juristischen, gesellschaftlichen und psychosozialen Aufarbeitung der Diktaturverbrechen. 

Seit dem Aufstand 2019 ist Chile erneut ein Laboratorium des sozialen Widerstands. medico unterstützt zentrale Akteure aus dem Spektrum der neuen Bewegungen. Die Umweltbewegung MODATIMA organisiert seit mehr als 10 Jahren den Widerstand der ländlichen und städtischen Gemeinden, die besonders von der Wasserkrise in Chile als Folge von Privatisierung und rücksichtsloser Ausbeutung der vorhandenen Ressourcen betroffen sind.

Die Fundación Nodo XXI vernetzt soziale Bewegungen und Akteuer:innen aus Politik und Zivilgesellschaft miteinander, um die Demokratie zu vertiefen. Die Coordinadora Feminista 8 de Marzo (CF8M) koordiniert die Frauendemonstrationen am 8. März und besitzt enormes Mobilisierungspotenzial, wie sie u.a. am 8. März 2020 im Zuge des Estallido Social bewies, als allein in Santiago über 2 Millionen Frauen auf die Straße gingen. Heute gilt CF8M als wichtigste feministische Akteurin des Landes,

Gemeinsam arbeiten die medico-Partner:innen in Chile auf die Überwindung des neoliberalen Erbes der Diktatur und auf einen neuen Gesellschaftsvertrag hin.

Lateinamerika

Ein Kontinent kippt

Feministische Demonstration in Ciudad Juárez

Von Mexiko über Nicaragua bis Chile: Demokratie und emanzipatorische Aufbrüche werden zwischen Autoritarismus, ausufernder Gewalt und einem neuen US-Imperialismus zerrieben. Von Moritz Krawinkel

Chile

Im freien Fall

Die Wahl von José Antonio Kast zum Präsidenten stärkt die globale Rechte. Von Pierina Ferretti

Verschwindenlassen

Wo kein Körper, da kein Richter

Erinnerung an die Opfer der Pinochet-Diktatur im Museum der Erinnerung und Menschenrechte, Santiago de Chile, 09.04.2026

Das gewaltsame Verschwindenlassen von Menschen hat in Lateinamerika eine grausame Kontinuität. Von Timo Dorsch

Chile

Sieg der extremen Rechten

Ein älterer Mann liest eine Zeitung mit der Schlagzeile "Kast, Presidente"

Eine Analyse des fatalen Wahlerfolgs von José Antonio Kast. Von Pierina Ferretti

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Projekte – Projektionen

Alle Beiträge zu Chile

22.10.2020 Chile
Referendum ums Ganze

Warum eine neue Verfassung in Chile mehr ändert, als es den Anschein hat. Von Katja Maurer

16.10.2020 Chile
Aufstand als Lebensform

Nach dem Höhepunkt der Corona-Krise und vor dem nächsten Protest: Ein Arzt berichtet über die Lage in Chile am Jahrestag des Aufstands. Von Katja Maurer

20.11.2019 Proteste
Chile ist erwacht

Neoliberalismus und Demokratie – oder warum die Protestierenden etwas ganz anderes wollen.

23.10.2019 Chile
Eine vage Hoffnung

Der Philosoph Carlos Pérez Soto über die Hintergründe der anhaltenden Proteste in Chile.

22.10.2019 Haiti / Chile
Nichts zu verlieren

Politische Aufstände im ärmsten und im reichsten Land Lateinamerikas. Was die Proteste in Chile und Haiti gemeinsam haben. Von Katja Maurer

29.09.2015 Abgeschaffter Souverän
Griechenland, von Chile aus gesehen

Griechenland ist aus chilenischer Perspektive nur ein weiteres starkes Beispiel für die Entdemokratisierung im Neoliberalismus.

16.09.2013 Thementag 2013
Chile im Wandel?

Am 11. September 2013 jährte sich zum vierzigsten Mal der Militärputsch in Chile. Inzwischen haben sich, nach Jahren des politischen Stillstands, neue soziale Bewegungen entwickelt. Was können sie schaffen?

09.09.2013 Essay
Im Land des depressiven Zusammenbruchs

In seiner Analyse der 40 Jahre Neoliberalismus in Chile legt Pérez Soto die katastrophalen Folgen unter anderem für Bildung und Gesundheit dar.