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medico-Newsletter: Zeit der Monster, Zeit der Solidarität


Liebe Leserinnen und Leser,

„die Krise besteht gerade in der Tatsache, dass das Alte stirbt und das Neue nicht zur Welt kommen kann: in diesem Interregnum kommt es zu den unterschiedlichsten Krankheitserscheinungen.“

Mit diesem Zitat von Antonio Gramsci leitet medico-Geschäftsführer Thomas Gebauer seinen Kommentar im aktuellen medico-Rundschreiben ein. Er greift in seinem Beitrag auf, was wir im Gespräch mit unseren Partner_innen in Nicaragua, Brasilien und anderen Projektländern erfahren. Und was wir auch hierzulande kennen: Demokratie und Menschenrechte sind nicht selbstverständlich, sondern müssen verteidigt werden. Unter anderem gegen Fake News und rechte Diskursdominanz. Ramona Lenz beschreibt das anhand der unterirdischen Kritik der Rechten am UN-Migrationspakt: "Wie kann man eine Kritik an den Pakten äußern, z.B. am Einfluss der Wirtschaft auf UN-Prozesse, ohne zusätzliches Wasser auf die Mühlen derer zu kippen, die den Multilateralismus ablehnen?"

Geflüchtete auf dem Balkan warten allerdings ebenso wenig wie mittelamerikanische Migrant_innen in Mexiko auf eine Regelung ihres Schicksals – sie haben es selbst in die Hand genommen. Die Menschen entfliehen der Armut und lebensbedrohlichen Gewalt in Honduras, Guatemala, El Salvador und nun auch Nicaragua. Ich konnte die größte Karawane über mehrere Tage begleiten und einen Eindruck bekommen von den Nöten der Menschen und ihren Hoffnungen.

Inzwischen ist der größte Teil der Gruppe an der US-Grenze in Tijuana angekommen. Hier sitzen sie erst einmal fest, sind aber nicht gewillt aufzugeben. Gestern wurde Ruben Figueroa von der medico-Partnerorganisation M3 am Kopf verletzt, als er den Versuch der Menschen beobachtete, an die Grenze zu gelangen. Die US-Grenzer antworteten mit Tränengas und Gummigeschossen auf das verzweifelte Ansinnen der Menschen. Die medico-Partnerorganisation setzt sich seit Jahren für die Rechte von Migrant_innen in Mexiko ein.

Ich wünsche eine interessante Lektüre
Moritz Krawinkel

PS: medico wird in diesem Jahr 50 Jahre alt. Unser Ziel im Jubiläumsjahr waren 500 neue Fördermitglieder, dieses Ziel ist erreicht. Wir sagen Danke! Aber Solidarität kennt keine Obergrenze, unterstützen Sie die Arbeit von medico und unseren Partnern langfristig: Werden Sie Fördermitglied oder – wenn Sie es schon sind – verschenken Sie eine Fördermitgliedschaft!

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