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medico-Newsletter: Schwarzer Montag in Gaza


Liebe Leserinnen und Leser,

der vergangene Montag wird in trauriger Erinnerung bleiben: Während am 70. Jahrestag der Staatsgründung Israels die US-Botschaft in Jerusalem eröffnet wurde, starben im Gazastreifen über fünfzig Menschen, erschossen von israelischen Scharfschützen. Tausende wurden verletzt. Dieser „schwarze Montag“ zementiert einmal mehr die Verhältnisse, in denen Israel seine demokratischen Züge verliert und das emanzipatorische Potenzial in der palästinensischen Gesellschaft zerrinnt.

Die israelischen medico-Partner von der Veteranenorganisation Breaking the Silence kommentieren den Schießbefehl auf die Protestierenden in Gaza mit einer ganzseitigen Anzeige in einer israelischen Tageszeitung: „So löst man keine Demonstrationen auf.“ Hinter dem Text eine Wand, von Schüssen durchsiebt.

Palästinenserinnen und Palästinenser gedenken Mitte Mai der Folgen der Staatsgründung Israels vor 70 Jahren, insbesondere der Vertreibung und Flucht von Hunderttausenden. Zwischen Jordan und Mittelmeer leben ihre Nachkommen heute auf immer kleiner werdenden Stücken jenes historischen Palästina, in dem eine gemeinsame Zukunft oder eine Zwei-Staaten-Lösung immer weniger in Aussicht steht.

Und doch gibt es in Israel und Palästina noch immer die Stimmen und Akteure, die an Verständigung, Solidarität und Hilfe festhalten: Zum Beispiel die Kolleginnen und Kollegen unserer israelischen Partnerorganisation Ärzte für Menschenrechte, die mit Unterstützung von medico dringend benötigtes Material in die Krankenhäuser Gazas bringen und bei Operationen helfen. Es fehlt am Nötigsten, vor allem um schwere Schusswunden zu behandeln. Daher versuchen die Menschenrechtsorganisationen und medico-Partner Al-Mezan und Adalah die Ausreise von besonders schwer Verwundeten aus dem Gazastreifen vor Gericht zu erzwingen. Bitte unterstützen Sie die Nothilfe der medico-Partner mit einer Spende!

medico-Nahostreferent Riad Othman war während der Proteste in Gaza und hat dort mit Sanitätern und Ersthelferinnen gesprochen. Seine Einschätzungen helfen beim Verstehen dieser erneuten Eskalation.

Alles Gute wünscht
Moritz Krawinkel

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