In Gaza ist auch das Meer ein großer Checkpoint. Noch im Jahr 2007 fingen die 3500 Berufsfischer im Gazastreifen 500 Tonnen Fisch. Heute arbeiten lediglich noch ca. 400 von ihnen, da die israelische Marine ihnen nur gestattet innerhalb der 2,5-Meilen-Zone ihre Netze auszuwerfen. So nah vor der Küste aber, ist das Meer durch Abwässer verschmutzt. Die Fischer müssten 20 Meilen hinaus fahren, um etwa auf die vom Nildelta kommenden großen Sardinenschwärme zu stoßen. Palästinensische Fischer werden regelmäßig vom israelischen und ägyptischen Militär abgedrängt, beschossen oder ihre Netze und Schiffe konfiziert. Der medico-Partner Al-Mezan berät die Betroffenen und versucht Regress- und Schadensersatzansprüche durchzusetzen.
Im Deutschlandfunk berichtet Tim Aßmann über "Das gefährliche Leben der Fischer im Gaza-Streifen".
Link: Den Beitrag vom 12.08.2010 finden Sie hier als Podcast (mp3/3MB).
Veröffentlicht von Martin Glasenapp am 12.08.2010 | 0 Kommentare
