Der medico-Partner COSALUP ist Teil des dominikanischen Netzwerkes Ayuda Haiti. Das Netzwerk hat einen eigenen Blog, der zum Teil auch ins Kreol übersetzt wird. Josefina Zaiter, eine Expertin für psychosoziale Arbeit, erklärt im Blog auf Kreol etwas, was auf den ersten Blick banal erscheint. Sie gibt nämlich Ratschläge, was man als psychosoziale Nothilfe für Kinder nach einem Erdbeben tun kann. Eine Art Checkliste: Registrieren, so viele Daten wie möglich einsammeln, sich die familiäre Situation schildern lassen, für Obhut sorgen … Dahinter verbirgt sich eine Haltung, die weiß, dass Nothilfe, darunter auch psychologischer Beistand, in erster Linie von den Betroffenen selbst geleistet wird. Sie darin zu stärken und zu unterstützen, muss die erste Aufgabe von Hilfe sein. Unsere Kollegen von Misereor aus dem „Bündnis Entwicklung Hilft“ berichten in einer unserer täglichen Telefonkonferenz davon, dass ihre Partner Werkzeug verteilt hätten, damit die Bewohner besser nach Überlebenden graben können. Noch immer werden aus den Trümmern Menschen befreit: zumeist von ihren Nachbarn. Aber in der Bild-Zeitung heißt der Held von Haiti Pablo und ist ein Hund aus Nordrhein-Westfalen.
Veröffentlicht von Katja Maurer am 21.01.2010 | 0 Kommentare
