
Der britische Haiti-Experte Peter Hallward schreibt im Guardian anlässlich des Erdbebens über die Hintergründe der Situation in Haiti: „Wenn wir ernsthaft dem Land nach dem zerstörerischen Erdbeben helfen wollen, dann müssen wir aufhören es zu kontrollieren und zu zerstören.“
In seinem Artikel listet er nicht nur kurz die unglaubliche Geschichte von internationaler insbesondere Einmischung militärischer Art auf, er verweist auch darauf, dass „die internationale Gemeinschaft seit dem Putsch 2004 de facto Haiti regiert. Die Länder, die sich jetzt aufmachen Nothilfe nach Haiti zu schicken, haben die vergangenen fünf Jahre kontinuierlich gegen eine Ausweitung des UN-Mandats über rein militärische Ziele hinaus gestimmt. Vorschläge einige der „Investitionen“ zu diversifizieren, und in Programme zur Armutsreduktion oder landwirtschaftlichen Entwicklung umzuwidmen, wurden blockiert.“
Link: Der englische Originaltext im Guardian
Veröffentlicht von Katja Maurer am 14.01.2010 | 0 Kommentare
