
Auf der Suche nach ihren in der Migration verschwundenen Kindern machten die Mütter aus Honduras, Nicaragua und El Salvador, die vor kurzem an einer von medico geförderten Karawane teilnahmen, auch in Ixtepec/Oaxaca halt, wo sich die MigrantInnenherberge von Padre Solalinde befindet. Sie ist eine von rund fünfzig Herbergen, die die katholische Kirche in Mexiko betreibt und die MigrantInnen auf ihrem gefährlichen Weg in die USA für kurze Zeit Zuflucht gewähren.
Die medico-Partnerorganisation Movimiento Migrante Mesoamericanico, die die Karawane organisierte, arbeitet eng mit der Herberge und Padre Solalinde zusammen.
Solalinde hat vier Leibwächter, denn sein Einsatz für die MigrantInnen ist lebensgefährlich. Er leitet nicht nur die MigrantInnenherberge in Ixtepec, sondern geht auch immer wieder an die Öffentlichkeit und prangert Mafia und Staat gleichermaßen für die Gewalt an, der MigrantInnen in Mexiko tagtäglich ausgeliefert sind. Mehr als einmal hat er dafür Morddrohungen erhalten.
"Ein Priester gegen die Mafia" - hörenswerter Beitrag von Wolf-Dieter Vogel auf Deutschlandradio Kultur.
Veröffentlicht von Dieter Müller am 19.01.2012 | 0 Kommentare
