10.06.2010 Südafrika

Rote Karte für Daimler

Protest der Apartheidopfer zur WM in Südafrika

Khulumani macht zur WM mobil. Die größte Selbstorganisation von Apartheidüberlebenden hat in Südafrika die Red Card Campaign gestartet, um Daimler und andere Konzerne, die sich bis heute nicht zu ihrer Verantwortung gegenüber der Vergangenheit bekennen, unter Druck zu setzen.

In Soweto, einem der größten Townships nahe Johannesburg hat Khulumani pünktlich zur WM ein Infozentrum eröffnet. Das Khulumani World Cup 2010 Advocacy Programme bietet Public Viewing der WM-Spiele und Raum für Debatten über die Rolle internationaler Konzerne während der Apartheid.

Es geht um das Heute, den Kampf um soziale Gerechtigkeit in Südafrika, zu dem angemessene Reparationen der Konzerne einen wichtigen Beitrag leisten würden. Daher spricht Khulumani bei Veranstaltungen im Infozentrum genauso offen über die heutigen Probleme des Landes: Vertreibung, Privatisierung von Wasser, Xenophobie.

Der öffentliche Druck auf Daimler wird größer in Südafrika. Die Aktivist/innen von Khulumani – mehr als 50.000 Menschen sind dort organisiert – reisen durchs Land, um an allen Spielstätten von ihren Gewalterfahrungen und ihrem Widerstand gegen das Apartheidzeit zu berichten.

„Shame on the game“ heißt der Rap Song von Creamy Ewok Baggends featuring aTari-Logo aus Durban, mit dem die jüngere Generation über die völkerrechtswidrigen Geschäfte der Vergangenheit informiert wird.

Vor den Stadien werden Flyer verteilt, so sollen auch die internationalen Gäste ein anderen Blick auf Südafrika werfen, die Vergangenheit und die heutigen Wirklichkeit besser verstehen.

In Zeiten wie diesen, wo globale Unternehmensverantwortung groß geschrieben wird, kann diese Kampagne für Daimler gefährlich werden und den Konzern endlich zur Änderung seiner Haltung bringen. medico international unterstützt Khulumani seit 1997 - mit Spenden und politischer Aktion.

Setzen auch Sie sich für eine Entschädigung der Apartheidopfer ein. Unterzeichnen Sie unseren Aufruf: Online-Unterschrift auf www.star-of-apartheid.de

Oder spenden Sie mit dem Stichwort Südafrika.

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