In Guatemala herrscht nach wie vor ein Klima der Angst. Bis heute ist die Gesellschaft von den Gräueltaten und Menschenrechtsverletzungen belastet, die während der Militärregierungen in den siebziger und achtziger Jahren geschahen. Trotz des Friedensabkommens 1996 und den detaillierten Recherchen des UN-Menschenrechtsberichts sind die Täter und ihre politischen Auftraggeber bis heute in zentralen Machtpositionen. Unser Projektpartner ECAP versucht die durch politische Gewalt verursachten Verletzungen und Beschädigungen zu lindern. ECAP bietet Opfern genozidaler Gewalt psychosozialen Beistand und unterstützt Personen, die sich an Prozessen gegen Militärs beteiligen (beispielsweise Zeugen vor dem interamerikanischen Gerichtshof bei Strafprozessen gegen Verantwortliche der Massaker). Des weiteren führt ECAP Studien und Analysen durch und bietet Aus- und Weiterbildungen zu den Auswirkungen politischer Gewalt, zu psychosozialer Gesundheit und Menschenrechten an.
Es ist das zentrale Anliegen von ECAP, Prozesse der des Wiederaufbaus sozialer Strukturen Sozialen in Gang zu setzen, um die durch politische Gewalt bedingten schwerwiegenden sozialen, kulturellen und psychischen Folgen für Einzelpersonen, soziale Gruppen und Gemeinden in Guatemala zu beheben. Dafür entwickelt ECAP eigene Programme und Projekte und arbeitet mit anderen, in diesem Bereich tätigen Einrichtungen zusammen. Jeder Gemeinde wird eine Studie über die psychosozialen Auswirkungen des Bürgerkriegs vorgestellt. Zudem werden Selbsthilfegruppen in 22 Gemeinden unterstützt, koordiniert und vernetzt.
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