medico international

29.05.2009 11-17 Uhr: Frankfurt

Solidarität in der Krise. Annäherungen.

Bürgerhaus Gutleutviertel (Saalbau Gutleut) Rottweiler Straße 32
60327 Frankfurt

Symposium der stiftung medico:

Im Fortschritt der Globalisierung wird die Welt erstmals in der Geschichte wirklich zu einer Welt. Nicht verschwunden sind die empörenden Unterschiede in der einen Welt. Immer größer, immer weniger auch nur zu fassen wird die Zahl der, die noch immer „die Verdammten dieser Welt“ genannt werden müssen. Vor Jahrzehnten schon verwies Frantz Fanon auf die Schwierigkeit, mit „denen da“ solidarisch sein zu wollen, bestand darauf, dass auch dieses Verhältnis ein Gewaltverhältnis sei und sein müsse. Umso mehr, umso bedrängender, wenn dieses Verhältnis wirklich in einer einzigen Welt statt hat. Auch deshalb, weil die, um die es da geht, hier her wollen und hier her kommen, ungefragt. Wenn an den Grenzen, die es immer noch gibt, Jahr für Jahr Tausende derer sterben, die man noch immer „Flüchtlinge“ nennt. Das Symposium geht der Frage nach, was hier Solidarität heißt und heißen kann, in erster Annäherung.

11:00 – 11: 30 Die Globalität des nordafrikanischen Syndroms
Die Krise, die Solidarität, ihr „subjektiver Faktor“.
Thomas Gebauer, Geschäftsführer von medico international

11:30 – 12:30 Unter Feinden, unter Gleichen.
Strategien der Verweigerung in einem nahezu geschlossenen System von Ein- und Ausschluss.
Tsafrir Cohen, medico-Repräsentant in Israel und Palästina. Vortrag und Diskussion

12:30 – 13:30 Mittagspause

13:30 – 14:30 Die Freiheit, die wir meinen. Wie man mit kärglichen Ressourcen großen Ambitionen folgt.
Mahamadou Keita, Generalsekretär der Association Malienne des Expulsés(AME), Mali/Westafrika. Vortrag und Diskussion

14:30 – 15:30 Zwischen Emanzipation und Autoritarismus.
Die Befreiungserfahrung als Ressource für fortgesetzte Veränderung.
Dieter Müller, medico-Repräsentant in Mittelamerika. Vortrag und Diskussion

15:30 – 16:00 Kaffeepause

16:00 – 17:00 Podiumsdiskussion. Die Verdammten dieser Erde sichtbar machen.
- Manuela Bojadzijev, Migrationsforscherin, Berlin
- Bettina Gaus, Publizistin, Berlin
- Katja Maurer, medico international

Ausklang

Um Anmeldung bitten wir bis Freitag, den 15. Mai.

Teilnahmebeitrag: 15,- €, ermäßigt: 5,- €

Bitte überweisen Sie den Betrag mit dem Stichwort „Anmeldung Symposium“ auf das Konto der stiftung medico international

Kontonr. 200 101 196
Frankfurter Sparkasse
BLZ 500 502 01

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