
Gremiensaal der Deutschen Welle, Kurt-Schumacher-Straße 3, 53113 Bonn
Wenn Korallenriffe zerstört, Mangrovenwälder abgeholzt und Flussläufe begradigt werden, ist nicht allein das jeweilige Ökosystem gefährdet. Auch Menschenleben sind bedroht. Denn Umweltzerstörungen erhöhen das Risiko, Opfer einer Katastrophe infolge eines extremen Naturereignisses zu werden: Wo schützende Riffe, Mangroven und Feuchtgebiete fehlen, treffen Naturgewalten mit ungleich größerer Wucht auf die bewohnten Gebiete. Den wechselseitigen Zusammenhang von Umweltzerstörung und Katastrophenrisiko beleuchtet der WeltRisikoBericht 2012 des Bündnis Entwicklung Hilft in seinem Schwerpunktkapitel.
Daneben enthält der Bericht den WeltRisikoIndex, den das Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit der Universität der Vereinten Nationen, Bonn, in Kooperation mit dem Bündnis Entwicklung Hilft erarbeitet hat. Der Index berechnet für 173 Länder weltweit das Risiko, Opfer einer Katastrophe als Folge eines Naturereignisses zu werden. Dieses Risiko wird durch das Ausmaß bestimmt, in dem Gesellschaften Naturgefahren wie Dürren, Stürmen oder Erdbeben ausgesetzt sind, und durch den Grad ihrer Verwundbarkeit. Letztere hängt von gesellschaftlichen Faktoren ab, wie der jeweiligen Ernährungssituation, der öffentlichen Infrastruktur, der medizinischen Versorgung, der Regierungsführung, dem Bildungsniveau und dem Zustand der Umwelt.
Die Fachtagung am 12. September 2012 zur Vorstellung des Berichts wird vom Bündnis Entwicklung Hilft in Zusammenarbeit mit der Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein- Westfalen veranstaltet. Ausgewiesene Expertinnen und Experten diskutieren, inwieweit die wissenschaftlichen Ergebnisse bei den konkreten Fragen in der Entwicklungsund Umweltpolitik oder dem Risikomanagement vor Ort Anwendung finden können.
Bitte melden Sie sich bis zum 5. September 2012 per Mail an kontakt@entwicklung-hilft.de für die Veranstaltung an.
