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Sri Lanka

Seit Ende der Kolonialherrschaft 1948 wurde Sri Lanka von der singhalesisch-buddhistischen Mehrheitsgesellschaft dominiert, waren die Tamilen des Nordens wie die ebenfalls tamilischen Plantagenarbeiter und -arbeiterinnen des zentralen Hochlands, aber auch Moslems und Christen Bürger und Bürgerinnen zweiter Klasse. Zu ersten größeren Unruhen kam es in den 1950er Jahren, verstärkt nach der Öffnung zum Weltmarkt ab 1977, mit der sich die soziale Situation im ganzen Land erheblich verschlechterte und es auch im singhalesischen Süden zu Aufständen kam. Im bewaffneten tamilischen Widerstand wurden die autoritären Liberation Tiger of Tamil Eelam (LTTE) zur stärksten Kraft; im Auf und Ab des Krieges kontrollierten sie zuletzt den größten Teil des Nordens und Ostens. Nach dem beiderseits aufgekündigten Waffenstillstand von 2002 gelang es der Armee durch bis dahin unerhörten Materialeinsatz, die Rebellen vollständig zu besiegen; die LTTE existiert heute nicht mehr. medico kam nach den Tsunami 2004 nach Sri Lanka, unterstützte neben Rück- und Wiederansiedlungsprojekten im Norden bald auch Menschenrechts- und Friedensaktivistinnen.

Hintergrund

medico international