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medico Rundschreiben 04/2007

Projekte – Projektionen II

Nach dem Regen: Ärzteteams in Chiapas unterwegs

Die mexikanische medico-Partnerorganisation Salud y Desarrollo Comunitario (SADEC) leistet zurzeit Katastrophen-Nothilfe in den mexikanischen Bundesstaaten Chiapas und Tabasco. Die Bilder gingen durch die Weltpresse. Die Fluten haben Hunderttausende obdachlos gemacht. Ursächlich für die aktuelle Katastrophe sind auch politische Gründe: "Die Gouverneure der PRI in Tabasco glänzten in den letzten Jahren durch Korruption und die rücksichtslose Ausbeutung von Mensch und Natur. Gigantische Mangrovenwälder entlang der Flüsse wurden abgeholzt, um teure Immobilien bauen zu können. Millionen flossen von der Zentralregierung für den Hochwasserschutz nach Tabasco und versickerten in den Kanälen der Korruption", so die Kollegen aus Mexiko. Nach Einschätzung von Dr. Joel Heredia von SADEC sei die Lage in Tabasco zwar sehr dramatisch, aber durch die großangelegte Hilfsaktion könne die größte Not gelindert werden. Allerdings wird es noch Monate dauern, bis das Wasser abgelaufen und Schäden an Häusern und Infrastruktur behoben sein werden. Größerer Handlungsbedarf besteht ebenfalls im nördlichen Chiapas. Hier sind schätzungsweise 100.000 Menschen von den schlimmsten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert betroffen. Viele Gemeinden sind durch das Abrutschen instabiler Hänge bedroht. Diese kleinen Gemeinden in Nord-Chiapas erhalten von den Regierungsinstitutionen und der internationalen Öffentlichkeit kaum Aufmerksamkeit und Unterstützung. Das Team von SADEC konzentriert sich deshalb auf medizinische Hilfe in dieser Zone.

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