medico international

18.10.2012

medico unterstützt Unterschriftenaktion der Clean Clothes Campaign

Brand in KiK-Fabrik

In den letzten Wochen haben wir wiederholt über den Brand beim KiK-Zulieferer Ali Textil berichtet, bei dem fast 300 Menschen verbrannt sind. Nasir Mansoor, medico-Partner und Gewerkschaftsaktivist, ist einer der Sprecher des Workers Right Movement (WRM), zu dem sich Überlebende der Katastrophe, Gewerkschaften und Menschenrechtsorganisationen zusammengeschlossen haben. KiK hat zwar „Soforthilfe“ und „nachhaltige Unterstützung“ angekündigt, sich nach mehr als einem Monat aber weder zur Verpflichtung auf Entschädigung bekannt noch Kontakt zu den Betroffenen aufgenommen. medico unterstützt deshalb die Protestmail-Eilaktion, mit der die Clean Clothes Kampagne heute zur Unterstützung der Betroffenen und des Workers Right Movement aufruft. Die Kampagne fordert, dass KiK endlich volle Transparenz über die eigene Verantwortung herstellt, sich zur vollen Entschädigung der Opfer und Überlebenden verpflichtet und dazu mit dem Workers Rights Movement verhandelt.

Protestmail-Eilaktion

Bitte schreiben auch Sie direkt an die Verantwortlichen bei KiK auf: www.saubere-kleidung.de

Veröffentlicht von Thomas Seibert am 18.10.2012 | 0 Kommentare

 

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Das medico-Büro in der ersten Etage eines siebenstöckigen Bürohochhauses ist in vielfacher Hinsicht ein besonderer Ort, sich der Welt zu nähern. Das Haus stammt aus den Jahren, da Frankfurt eine sozialdemokratische Hochburg war. Ein funktionaler Kasten mit immerhin großen Fenstern, dessen bauliche Ästhetik noch die spießige Aufbruchstimmung der 60er Jahre atmet. Aber wer die postmodernen Büropaläste kennt, die soviel versprechen und so wenig halten, lernt ein solches inspirationsloses Unikum mit seinem abgeblätterten Charme zu lieben. Und das ist die Umgebung für den Ausgangspunkt unserer Weltsichten: Mitten in ein Wohngebiet hineingepflanzt ist unser Bürohaus umgeben von Sozialbauten aus eben derselben Zeit und angrenzend an einen Bio-Supermarkt, der vorwiegend von der jungen betuchten Mittelschicht eines immer wohlhabenderen Stadtteils frequentiert wird. Trotz im Viertel stattfindender Verdrängung der Armen ist unser naher und ferner Blick noch einigermaßen in der Wirklichkeit geerdet. Mit dem "medico-Hausblog" wollen wir diese Nah- und Fernsichten mit jedem/r, den/die es interessiert, teilen.

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