
In seiner kurzen Amtszeit als Präsident Burkina Fasos (1984-1987) trieb Thomas Sankara eine Vielzahl von grundlegenden Reformen voran, denen der rigorose Wille zur Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung seines Landes gemeinsam war. Diese Reformen innerhalb kürzester Zeit beachtliche Wirkungen, z.B. bei der Umsetzung einer verantwortungsvollen Regierungsführung, der Verbesserung von Bildung und Gesundheitsvorsorge oder der Förderung lokaler und regionaler Wirtschaftskreisläufe. Seine Politik zielte schon damals nicht nur auf Ernährungssicherheit, sondern auf das viel umfassendere Prinzip der Ernährungssouveränität. (Entwicklungs-)Hilfe sah er als die Fortführung kolonialer Abhängigkeiten: „Wir müssen diese Hilfe durch unsere eigene Produktion überflüssig machen. Wir müssen es schaffen, mehr zu produzieren, weil es normal ist, dass derjenige, der euch zu essen gibt, euch auch seinen Willen aufzwingt.“ Hierbei setzte er erfolgreich auf die Förderung und Weiterentwicklung kleinbäuerlicher Strukturen und Kollektive und machte das klimatisch benachteiligte Land in nur knapp vier Jahren unabhängig von Nahrungsmittelimporten.
AfricAvenir erinnert mit einer Kampagne an den Che Guevara Afrikas.
Hier eine seiner mitreißenden Reden über das Recht, Schulden nicht zurück zu zahlen, lokale Produktion in Afrika, Abrüstung.
Veröffentlicht von Anne Jung am 15.10.2012 | 0 Kommentare
