medico international

08.10.2012

"Ich fühle mich schuldig"

Syrien: Flucht ins Exil

Das große Gesprächsthema auf den Straßen Syriens ist momentan, dass jeder weggeht: Die Familien, Geschäftsleute und vor allem, die Aktivisten. Es ist schon so weit, dass viele in Syrien wütend sind auf ihre Freunde, die das Land verlassen haben oder sich überlegen, die Revolution an diesem schwierigen Punkt zu verlassen. Manche sehen diese Überlegungen wegzugehen als Verrat an Syrien an. Razan Ghazzawi schreibt aus Damaskus: "Wegzugehen oder nicht wegzugehen bleibt weiterhin die Frage für viele Aktivisten, die für eine Lösung kämpfen. Darf ich mein Leben weiterleben, während jeden Tag dutzende sterben? Darf ich mir eine neue Arbeit suchen, ein neues Leben, eine Zukunft, obwohl viele junge Menschen getötet wurden, weil sie es wagten, in ihrem Land eine Zukunft aufbauen zu wollen? Gibt es ein Zuhause in einem anderen Land?" Der ganze Beitrag in der Wochenzeitung Freitag.

Razan Ghazzawi ist eine 32-jährige syrische Bloggerin aus Damaskus. Sie setzt sich für die Menschenrechte ein, nicht nur in ihrem Heimatland Syrien, sondern in der ganzen arabischen Welt und darüber hinaus. Man kann Razan auf Twitter folgen unter @RedRazan oder direkt auf ihrem Blog kommentieren unter razanghazzawi.org

Veröffentlicht von medico am 08.10.2012 | 0 Kommentare

 

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