medico international

03.09.2012

Fangen wir an, miteinander zu sprechen

Streit um Adorno-Preis für Judith Butler

Am 11. September soll die jüdische Philosophin und legendäre Geschlechtertheoretikerin Judith Butler den Adorno-Preis in der Frankfurter Paulskirche entgegennehmen. Die Entscheidung des Kuratoriums schlägt hohe Wellen. Stephan J. Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland protestierte auf SPON dagegen "eine bekennende Israel-Hasserin mit einem Preis auszuzeichnen, der nach dem großen, von den Nazis als "Halbjude" in die Emigration gezwungenen Philosophen benannt wurde".

Die Frankfurter Rundschau (FR) hat Judith Butler daraufhin um eine Stellungnahme gebeten. Die FR wollte wir von ihr wissen, ob sie die neuerlichen Vorwürfe, insbesondere die Angriffe auf ihre Person, überraschen und was sie ihnen entgegnen möchte. Außerdem wurde die Philosophin um eine Klarstellung in Hinblick auf ihre Äußerungen zu Hamas und Hisbollah sowie ihre Unterstützung der Initiative „Boycott, Divestment and Sanction“ gebeten. Schließlich Fragen, wie sie ihr politisches Engagement im israelisch-palästinensischen Konflikt sieht. Als Antwort schrieb Butler einen Essay, in dem sie sich auch ausführlich zum Thema Antisemitismus äußert.

Nachzulesen auf: www.fr-online.de/kultur/judith-butler-fangen-wir-an--miteinander-zu-sprechen,1472786,17019694.html

Die Veranstaltung in Berkeley mit den umstrittenen Äußerungen zu den politischen Zielen von Hamas und Hisbollah ist online auf youtube.

Veröffentlicht von medico am 03.09.2012 | 0 Kommentare

 

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