medico international

29.07.2014

#beklemmend: Horrornacht in Gaza

Krieg in Echtzeit auf twitter

Neben der Heerschar von ausländischen Korrespondenten in den Hotels entlang des Strandes von Gaza und ihren lokalen Teams berichten mittlerweile auch viele palästinensische Jugendliche über die sozialen Medien über die Ereignisse im Gazastreifen.

Sie gewähren ungefilterte und umwerfend erschreckende Einblicke in ihr Leben unter Beschuss. Mit der Handykamera machen sie Bilder von Bombardements in ihrer Nachbarschaft oder filmen die Drohnen die an ihren Fenstern vorbeifliegen und im Licht der Leuchtgeschosse neue Ziele suchen.

"Ich kann heute Nacht sterben", schrieb Farah Baker.

Die 16-jährige Farah Baker, die unter dem Namen @Farah_Gazan twittert, hat mittlerweile Tausende von Anhängern auf Twitter, die gemeinsam mit ihr letzte Nacht die Ängste und Verzweiflungen teilten und einen gemeinsamen Blick aus ihrem Schlafzimmer, als die Raketen in Gaza einschlugen.

Baker bloggt seit 2012 über ihr Leben in Gaza: "Ich möchte über das, was in diesen Tagen in Gaza geschieht sprechen. Wir können nicht unsere Häuser zu verlassen, weil es draußen zu gefährlich ist."

Nalan Al Sarraj aus Gaza aka @NalanSarraj ist schon seit 2010 auf Twitter und hat auch einen eigenen Blog: www.nalansarraj.wordpress.com. Sie berichtet von einem Angriff auf eine nahe UN-Schule.

Viele wie Ziad Bakri, Palästinenser aus dem Gazastreifen, Übersetzer, Blogger ziadbgaza.blogspot.de und Lehrer haben noch viel vor mit ihrem Leben. Eins haben alle gemeinsam - Sie wollen nicht als "Kollateralschaden" sterben.

Und noch ein Hinweis: Natürlich twittern auch medico international aka @nothilfe und unsere Partner aus Israel und Palästina.

Veröffentlicht von Bernd Eichner am 29.07.2014

 

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